Léonard Hyfing: „Unsere Schullandschaft braucht ein grundlegendes Update“

Politik Von Redaktion | am Do., 25.04.2019 - 21:20

Gerade im Hinblick auf die letzten Monate zeige sich immer klarer, dass die Schullandschaft im Landkreis Uelzen keinen Zukunftsansprüchen gerecht wird. Die KGS in Bad Bevensen sei so beleibt, dass der Landkreis eine künstliche Beschränkung einzieht, den Oberschulen läufen die Schüler weg, es werde eine sehr große Anzahl der Schüler quer durch den Landkreis gefahren und eine Elterninitiative fordert eine Integrative Gesamtschule.

„Vor dem Hintergrund dieser Situation, kann man nur sagen, dass die Schulentwicklung durch den Landkreis in den letzten Jahren auf voller Linie versagt hat“, stellt der Landratskandidat Léonard Hyfing der Schulpolitik der letzten Jahre ein schlechtes Zeugnis aus. Für ihn gilt es jetzt eine grundlegende Reform der Schullandschaft im Landkreis in Gang zu setzen und nicht nur an einzelnen Symptomen rumzudoktern. „Wenn wir jetzt darüber diskutieren mit welchen minimalen Eingriffen wir die Mindestvorgaben der Landesschulbehörde erreichen, werden wir der zentralen Rolle dieses Themas nicht gerecht“, so Hyfing.

Für die Freien Demokraten seien die Schulen und deren Ausstattung das wichtigste Thema für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. In den Schulen würden die Grundlagen gelegt, dass jeder Mensch in unserem Land seinen eigenen Weg gehen kann. „Wir dürfen auf keinen Fall bei der Ausstattung von Schulen sparen, denn das ist das ist unsere Zukunft“, bringt es der FDP-Mann auf den Punkt.

Der Nachwuchs habe individuelle Stärken, die durch die Schule unterstützt werden müssen und deswegen bräuchte man im Landkreis die verschiedenen Schulformen als Auswahl. „Ich halte es für zwingend erforderlich, dass wir eine Integrative Gesamtschule (IGS) im Landkreis bekommen“, fordert Hyfing und führt weiter aus: „Einerseits wird die IGS von den Eltern gewünscht und andererseits gehört es zu einer zukunftsfähigen Schullandschaft im Landkreis eine breite Wahlmöglichkeit zu schaffen“.

Darüber hinaus sieht der Landratskandidat auch Handlungsbedarf für die Schaffung einer eigenständigen Realschule. „Wir sehen, dass das Modell der Oberschulen seine Schwächen hat und sollten deswegen dem Wunsch der Eltern nach einer Beschulung in einer eigenständigen Realschule nachkommen“, bringt Hyfing eine weitere Veränderung der Schullandschaft in die Diskussion ein.

Die momentane Situation mit einer Beschränkung der beliebtesten Schule, der KGS in Bad Bevensen, per Order und dem ausufernden Schülertransport im Landkreis muss nach Ansicht des FDP-Manns Schluss sein. „Wir müssen eine Schullandschaft schaffen, bei dem der Drang zu einer Schule nicht per Beschränkung und Losentscheid gelöst wird, sondern durch andere attraktive Angebote an anderen Schulen“, begründet Hyfing sein Plädoyer für eine grundlegendes Update der bestehenden Schullandschaft im Landkreis und führt weiter aus: „Die Zeit für einen Minimalkonsens ist vorbei – wir brauchen jetzt großen Schritt nach vorn für die bessere Zukunft unseres Nachwuchses“.