DGB, ver.di, GEW, IG BCE und IG BAU bei der vierten work & life-Messe

Wirtschaft Von Redaktion | am Di., 10.09.2019 - 23:18

BAD FALLINGBOSTEL. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Einzelgewerkschaften nehmen zum vierten Mal an der dreitägigen work & life-Messe in der Heidmarkhalle teil. "Wir sind wieder dabei, um über die Rechte von Azubis aufzuklären", erläutert Renate Gerstel (ver.di). Kräftig unterstützt wird sie von den weiteren DGB-Vorstandsmitgliedern Charly Braun (Vorsitzender), Uschi Bock (GEW), Detlef Scherer (IG BCE) und Rüdiger Nagler (IG BAU).

"Gemeinsam lernen - Vereint kämpfen / Rechte kennen und durchsetzen", lautet das Motto des Standes. "Die SchülerInnen ziehen sich eins der Lose aus unserem Aktionskorb. Darauf stehen Fragen, mit denen wir spielerisch über Urlaubsanspruch, Inhalt eines Ausbildungsvertrages, Arbeitszeiten, Rolle der Gewerkschaften und anderes aufklären", so Gerstel. So manche der Fragen sollen die jungen Besucherinnen und Besucher wieder ins Grübeln bringen: „Dürfen Azubis Überstunden machen? Muss der Chef Arbeitsmittel und Arbeitskleidung stellen? Was ist ein Berichtsheft? Ist es in der Arbeitszeit oder in der Freizeit zu führen? Wie lang ist die Probezeit in der Ausbildung?“ Für jeden, der mitmacht, gibt es neben kleinen Preisen wieder die gut verständliche Broschüre der DGB-Jugend "Gemeinsam Gewinnen - Deine Rechte in der Ausbildung". Sie kann auch über das Internet heruntergeladen werden: http://jugend.dgb.de/-/XgM.

Die Gewerkschaftsmitglieder haben auch wieder ein großes Banner der ver.di-Jugend im Gepäck. Es zeigt eine Gegenüberstellung von gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen wichtiger Themen rund um die Ausbildung. Hierzu zählen Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Jahressonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld, Lehrmittelzuschüsse oder die Übernahme nach der Ausbildung. „Die Schülerinnen und Schüler sehen auf einen Blick, dass diese Themen gesetzlich entweder gar nicht oder sehr viel schlechter geregelt sind als in einem Tarifvertrag“, erläutert Gerstel. Schnell lernen sie am Beispiel des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst, wie wichtig Gewerkschaften aber auch Arbeitgeberverbände seien. Denn ohne sie gäbe es keine Tarifverträge.

Nur mit ihnen könnten höhere Löhne und besserer Arbeitsbedingungen, als die gesetzlichen erreicht werden. Azubis bekommen weiteren Rat und Informationen beim kostenlosen Online-Beratungsservice Dr. Azubi (www.dr-azubi.de) und bei ver.di (0 41 31-76 24 0; service.nds-hb@verdi.de). Solche aus der Gastronomie können sich auch an Manuela Schäffer oder Steffen Lübbert wenden, Gewerkschaftssekretäre der NGG (0 41 31-42 14 60; manuela.schaeffer@ngg.net; steffen.luebbert@ngg.net).