Den ver.di-Bundeskongress thematisch mitbestimmt: Klima, Rente, Arbeitszeit

Wirtschaft Von Redaktion | am Mo., 30.09.2019 - 19:02

LEIPZIG. Aus dem Raum Heidekreis-Lehrte-Holzminden nahmen die ehrenamtlichen GewerkschafterInnen Reinhard Nold, Charly Braun, Renate Gerstel und Jürgen Hesse am ver.di-Bundeskongress in Leipzig teil. Ihre Anträge und Debattenreden machten aus Forderungen der lokalen Basis Kongressbeschlüsse. Sie freuen sich, dass der gesamte ver.di-Kongress, der die Lehrpläne von Schulen und Berufsschulen ergänzt, um gewerkschaftliche Themen sorge. Hierzu gehören die Rechte betrieblicher Interessenvertretungen sowie die Rechte von Auszubildenden und Beschäftigten. "Und am besten direkt von GewerkschafterInnen selbst vermittelt werden", sind sich die Delegierten einig.

Wegweisende Beschlüsse habe der Kongress zum Verbot von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen, zu Arbeitszeitverkürzung, Grundrente und Anhebung des Rentenniveaus gefasst. Dass Streikerfolge auch von der Solidarität Beschäftigter anderer Branchen und der Bevölkerung insgesamt abhängen, hätten die durchgesetzten Entlastungstarifverträge an etlichen Kliniken bewiesen. Da nur noch die Hälfte der Beschäftigten tariflich geschützt seien, fordert der ver.di-Kongress von der Politik gesetzliche Regeln für Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Tarifverträgen und ihren Erhalt bei Ausgliederung oder Betriebsübergang.

Einen starken Auftritt hatte die Bewegung "Fridays for Future" in der Leipziger Messehalle. Unter großem Applaus der Delegierten versprach der neue ver.di-Vorsitzende Frank Werneke: "Wir werden gemeinsam für eine ökologische Wende kämpfen, die sozial gerecht gestaltet wird." Den ver.di-KollegInnen aus der niedersächsischen Provinz gefiel, dass DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann die Erhöhung von Rüstungsausgaben klar ablehnte. Der Bundeskongress wurde auch gleich zur Bildung eines ver.di-Friedensnetzwerks genutzt.