Demenz – bin ich nur chaotisch-tüddelig oder schon dement?

Medizin Von Extern | am Mi., 06.11.2019 - 20:57

WALSRODE. Wir werden immer älter: Bei Frauen betrage die durchschnittliche Lebenserwartung 83,4 Jahre, beim Mann 78,4 Jahre. Das Risiko an Demenz zu erkranken, eine Millionen Menschen sind es bundesweit, steigt mit zunehmendem Alter – und vor dieser Krankheit hat fast jeder Angst. Habe ich den Herd ausgeschaltet, wo liegen schon wieder Schlüssel oder Brille? Wie war noch mal der Name? Wer kennt sie nicht, diese Fragen? Und ab wann ist es beginnende Demenz, bis wann ist es nur chaotisch oder „tüddelig“? Gibt es Tests, anhand derer man selbst feststellen kann, ob man dement wird?

Welche Ursachen und Risiken sind bekannt – und wie kann man vorbeugen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Therapien sind gegebenenfalls sinnvoll? Wie kann das Leben nach der Diagnose gestaltet werden? Welche Hilfen gibt es für pflegende Angehörige?

Özgen Isik-Obersteller, Chefärztin der Geriatrie am Heidekreis-Klinikum in Soltau, erklärt: „Untersuchungen haben ergeben, dass zum Beispiel Bewegung das Demenzrisiko um ein Viertel, das Alzheimerrisiko sogar um die Hälfte verringert.“ Besonders Kraft- und Gleichgewichtstraining wirkten sich positiv aus: „Durch sie werden die kognitiven Leistungen, zu denen zum Beispiel das Planen, das Erinnern, das Wahrnehmen und auch die Orientierung gehören, gestärkt und Depressionen und Teilnahmelosigkeit verringern sich.“ Dazu empfiehlt Geriaterin Isik-Obersteller, „spielen Sie z. B. Memory, Scrabble & Co, lösen Sie Kreuzwort-Rätsel, das sind tolle Hirntrainings, nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Kinder und Enkelkinder“.

Am Dienstag, den 19. November, um 19 Uhr hält Chefärztin Isik-Obersteller den Vortrag: „Demenz – bin ich nur chaotisch-tüddelig oder schon dement?“ in der VHS Heidekreis in Walsrode, Kirchplatz 4, Forum 1-2. Der Vortrag ist kostenfrei, gern werden Ihre Fragen im Anschluss beantwortet.