Viele Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene haben zum Beispiel am 15. März rund ums Rathaus ein unübersehbares Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Ob es am 20. September noch mehr werden? Ein breites Bündnis von Organisationen rund um Fridays for Future ruft zum Klimastreik auf, der auch die Unterstützung von Hansestadt und Landkreis findet. Foto: Hansestadt Lüneburg

LÜNEBURG. „Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen – alle zusammen für das Klima!“ Diesem Appell der Fridays-for-Future-Bewegung für einen Globalen Klimastreik am 20. September folgen auch Hansestadt und Landkreis Lüneburg. „Die Kinder und Jugendlichen von Fridays for Future haben durch ihren Protest und ihre Beharrlichkeit den Klimaschutz in der Prioritätenliste erfolgreich nach oben geschoben. Es ist an uns allen, diese Bemühungen weiter zu unterstützen und einen politischen und gesellschaftlichen Wandel einzufordern“, begründet Oberbürgermeister Ulrich Mädge den Aufruf von Stadt und Kreis, am Globalen Klimastreik in Lüneburg am kommenden Freitag teilzunehmen.

Mehr als ein Dutzend verschiedene Naturschutz- und Jugendorganisationen wie BUND, Greenpeace, Nabu und WWF unterstützen den Globalen Klimastreik ebenfalls. An bundesweit mindestens 300 Orten sind Aktionen geplant. Oberbürgermeister Mädge und Landrat Manfred Nahrstedt hoffen, dass sich möglichst viele Menschen aller Generationen am 20. September ab 12 Uhr auf dem Marktplatz einfinden, um mit ihrer Teilnahme an der Kundgebung ein deutliches Zeichen zu setzen.

„Jeder Einzelne kann durch seinen individuellen ökologischen Fußabdruck etwas für das Klima tun“, sind sich Mädge und Nahrstedt einig. Doch die erforderlichen großen Veränderungen seien nur zu erreichen, wenn auf den politischen Ebenen, in Europa, im Bund, im Land und bei den Kommunen alle mitziehen, betont Mädge: „Der Spiegel-Autor Stefan Kuzmany hat das kürzlich treffend zusammengefasst: Klimaschutz ist nicht nur eine individuelle, sondern auch eine kollektive Aufgabe. Am 20. September ist eine gute Gelegenheit ein solches kollektives Zeichen zu setzen.“

Die Tendenz, die derzeit im gesellschaftlichen Zusammenleben, aber auch in der Politik zu beobachten sei, bei der man mit dem Finger aufeinander zeige und sich gegenseitig Vorhaltungen mache, wer wo was noch besser machen könnte, führten nicht weiter, so Mädge. „Es geht jetzt darum, zusammen Ziele zu formulieren, in die Gänge zu kommen, entsprechende Gesetze und Vorschriften zu erlassen und in Überzeugungsarbeit zu investieren.“

Hansestadt und Landkreis nutzten selbst ein größeres und vielfältiges Instrumentarium, um vor Ort die Auswirkungen des öffentlichen Lebens auf das Klima möglichst gering zu halten. Dazu zählen zum Beispiel auch die Klimaschutz-Aktivitäten von Kitas und Schulen – sie präsentieren sich am Freitagvormittag ebenfalls in der Innenstadt.

Landrat Nahrstedt sagt: „Ich habe großen Respekt vor dem Engagement der Schülerinnen und Schüler, aber Respekt allein verändert noch nichts: Wir alle stehen in der Verantwortung, unsere Umwelt und unser Klima zu schützen. Deswegen arbeitet der Landkreis Lüneburg daran, so schnell wie möglich klimaneutral zu werden.“

Schon jetzt rechnen die Lüneburger Veranstalter, die für den Globalen Klimastreik am 20. September eine Kundgebung auf dem Marktplatz samt Umzug über Ochsenmarkt, Neue Sülze und Sand und dann wieder hoch über Am Berge zum Marktplatz angemeldet haben, mit rund 1000 Teilnehmer. Es könnte aber auch noch deutlich voller werden. Ordnungsbereich und Polizei werden über mögliche Einschränkungen in der Innenstadt bzw. auf der Strecke rechtzeitig auf dem Laufenden halten.

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