WALSRODE. Viele Walsroder kennen dieses Bahnphänomen und schütteln immer wieder den Kopf: Da steht man, manchmal bei Sturm und Regen, am Bullerberg oder am Hellteich vor geschlossenen Schranken, als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer. Der Zug hat den Bahnhof längst verlassen, ist an beiden Übergängen vorbeigebraust – und nichts tut sich. Längst hat sich auch die „neue“ Schranke an der Quintusstrasse wieder erhoben- der Verkehr fließt dort wieder. Aber an den beiden anderen Bahnübergangen müssen die Verkehrsteilnehmer geschlagene 30 Sekunden warten, ehe sich die alten Schranken langsam erheben.

HEIDEKREISHEUTE fragte bei der Deutschen Bahn nach, Sabine Brunkhorst vom Regionalbüro Hamburg sagt dazu, unzensiert: „Sicher wissen Sie: Bei der DB hat Sicherheit oberste Priorität. Bei den Anlagen handelt es sich um die mechanisch örtlich bediente Schranken (BÜ) „Am Hellteich“ und „Bullerberg“ in Walsrode. Beide BÜ-Anlagen sind signalabhängig und werden über ein Schlüsselsystem gesichert.

Dies bedeutet, dass der Fahrdienstleister oder der Weichenwärter das Ausfahr- bzw. Einfahrsignal erst auf Fahrt stellen können, wenn alle Weichen korrekt eingestellt und verriegelt sind (Fahrstraße), und die entsprechenden Bahnübergänge geschlossen und per Schlüsselsystem gesichert sind. Die Schranken können also erst dann wieder geöffnet werden, wenn der Zug komplett den Bahnhof verlassen hat bzw. komplett eingefahren ist, die Fahrstraße aufgelöst und der Schlüssel freigegeben ist.

Eine Verzögerungszeit lässt sich dadurch leider, im Sinne der Sicherheit, nicht vermeiden. Ein Umbau ist derzeit nicht geplant.“

Text/Foto: Klaus Müller

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here