Achtung, seit Dienstag steht die Verkehrsüberwachungs- und – messanlage „Berta“ an der L 190 mitten in Hodenhagen. Sie kann die Geschwindigkeit in beiden Richtungen messen. Foto: Klaus Müller

HODENHAGEN. Landrat Manfred Ostermann begrüßte die Maßnahme ausdrücklich: „Wir haben 295.000 Euro für dieses Verkehrsüberwachungsgerät eingesetzt und wollen damit erreichen, dass auf unseren durch die Baustellen der A 7 immer wieder verstopften Umleitungsstrecken vernünftiger gefahren wird. Wir sind sicher, dass sich die Lage damit etwas entspannt“.

„Berta“ ist da und wurde für eine Woche zunächst einmal nahe der Meiße-Brücke an der L 190 installiert. Ein großer weißer Kasten, mit dem die Geschwindigkeiten in beiden Fahrtrichtungen gemessen werden kann – es sind praktisch zwei Blitzer auf einmal. Auch in Hodenhagen bestehe die Hoffnung, dass nun umsichtiger gefahren wird. Besonders nachts, wenn zwischen 22 und zwei Uhr nur noch mit 30 Stundenkilometern durch den engen Ort gefahren werden darf. Erst gestern Morgen kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der BAB (HEIDEKREISHEUTE berichtete).

Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann brachte es auf den Punkt: „Gemeinsam mit dem Schwarmstedter Samtgemeinde-Bürgermeister haben wir den Landkreis um Hilfe gebeten. Wir hoffen, dass diese Anlage vor allem in dem Streckenbereich der L 190 eingesetzt wird“. Vielleicht auch nahe der Schule, wobei allerdings ein entsprechender Standort noch gefunden werden muss. Landrat Ostermann sagte, dass landkreisweit die Anlage immer wieder an anderen gefährlichen Bereichen installiert werde, „beispielsweise auch in Bispingen am Kindergarten“. Volker Tank von der Firma Jenoptik, die diesen 1,3 Tonnen schweren Anhänger in Hodenhagen installierte und zurzeit rund 150 dieser Messwagen in Deutschland im Einsatz hat, berichtete aus seinen Erfahrungen im Landkreis Wedemark. „Wir haben festgestellt, dass dieses Gerät eine nachhaltige Wirkung hat“. Einmal aufgestellt und dann nach einer Woche wieder versetzt, erreiche es trotzdem eine bestimmte Ausstrahlung auf die Verkehrsteilnehmer.

Stefan Sengel von der Polizeiinspektion Heidekreis freute sich über diese Maßnahme. Man sei überhaupt im Heidekreis sehr aktiv, wenn es um Verkehrssicherheitsmaßnahmen geht. Sengel lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Ostermann warnte vor Beschädigungen der teuren Anlage. „Es wird sofort ein Alarm ausgelöst und die Polizei informiert. Und dann kostet es richtig Geld für den Täter“.

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