Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Während das Osterfest eng mit gelben, flauschigen Küken verknüpft ist, sehe das tatsächliche Leben dieser Tiere fernab der schönen Symbolik ganz anders aus – darauf macht der Deutsche Tierschutzbund aufmerksam. Legehennen litten teils noch immer in engen Käfigen, männliche Küken würden getötet, weil sie wirtschaftlich „wertlos“ sind. Der Deutsche Tierschutzbund gibt daher Tipps für alle, die Ostern tierfreundlich gestalten möchten und verweist auf die wachsende Auswahl pflanzlicher Alternativen.

„Wer Ostern als „Fest des Lebens“ tierfreundlich feiern will, sollte auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen“, sagt Verena Jungbluth, Leitung Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund. „Diese sind mittlerweile nicht nur in den zahlreichen Bio-Läden, sondern auch im Supermarkt um die Ecke zu finden“. Wer auf Eier dennoch nicht verzichten möchte, sollte zumindest solche mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes oder aus Bio-Haltung kaufen. Vorsicht ist bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort bestehe keine Kennzeichnungspflicht. Für den Verbraucher sei also nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltung die Eier stammen.

Tierschutzwidrige Zustände in der Hühnerhaltung
Knapp sieben Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammten aus dieser Haltungsform, hinzu kämen importierte Käfigeier aus dem Ausland. Die Tiere hätten dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge könnten sich die Hennen kaum bewegen. Die auf Hochleistung gezüchteten Tiere seien zudem nach etwa anderthalb Jahren Eier legen so ausgelaugt, dass sie geschlachtet würden und nur noch als Suppenhühner verkauft oder zu Tierfutter verarbeitet werden könnten. Damit bleiben sie weit hinter der natürlichen Lebenserwartung von circa zehn Jahre zurück.

Tierfreundliche Oster-Leckereien
Beim österlichen Backen lässt sich Ei einfach durch Banane, Apfelmus oder Sojamehl ersetzen. Und selbst ein herzhafter Ei-Geschmack kann mit etwas Kala Namak, einem schwefelhaltigen Salz, tierfreundlich genossen werden – zum Beispiel in Form eines Rühr-Tofu. Im Osternest finden dunkle Schokolade, Marzipan, Nougat, aber auch zahlreiche Schokoladensorten auf Basis von Pflanzendrink Platz. Inspiration für die Kaffeetafel oder das Ostermenü findet man in unzähligen Rezepten im Internet und in Kochbüchern, wie „Tierschutz genießen“ – dem veganen Kochbuch des Deutschen Tierschutzbundes.

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