LÜNEBURG. Zu einem verheerenden Brand in einem Seniorenheim kam es gestern Nachmittag in der Heiligengeiststraße. Eine Bewohnerin der Einrichtung hatte das Feuer gegen 15:55 Uhr im Gebäude wahrgenommen und die Rettungskräfte alarmiert. Parallel hatte vermutlich auch ein Brandmeldealarm ausgelöst.

Bei Eintreffen erster Einsatzkräfte stand das Dachgeschoss des Gebäudes bereits im Vollbrand, so dass die Einsatzkräfte parallel das gesamte Gebäude mit insgesamt 13 Personen evakuierten. Insgesamt werden bei acht Bewohnern leichte Rauchgasvergiftungen festgestellt; eine Aufnahme im Städtischen Klinikum ist jedoch nicht erforderlich. Die Personen werden vor Ort durch Rettungskräfte betreut. Mehr als 150 Einsatzkräfte diverses Feuerwehren aus Stadt und Landkreis sowie anderer Rettungsorganisationen waren im Einsatz und löschten das Feuer. Durch den verheerenden Brand wurde das Gebäude unbewohnbar, so dass die Hansestadt Lüneburg die Bewohner im „Wohnpark An der Saline“ unterbringen konnte.

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Feuers. „Ein Brand in der Altstadt ist immer ein Albtraum. Wir haben Glück, dass alle Personen im Gebäude gerettet wurden und dass die Feuerwehr ein Übergreifen auf die Schule verhindern konnte“, so Mädge. „Ein Kompliment an unsere Feuerwehr, die hier eine tolle Arbeit geleistet hat.“ Die Feuerwehr war mit vier Löschzügen angerückt. Gegen 17.15 Uhr brachte sie das Feuer unter Kontrolle. Der Dachstuhl brannte komplett aus.

Den Sachschaden beziffern Polizei und Feuerwehr aktuell mit mehr als eine Millionen Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, wobei die Ermittler aktuell mit hoher Wahrscheinlichkeit von fahrlässiger Brandstiftung aufgrund einer angeschalteten Herdplatte ausgehen. Die weiteren Detailermittlungen dauern an.

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